{"id":1330,"date":"2018-07-02T08:59:00","date_gmt":"2018-07-02T06:59:00","guid":{"rendered":"https:\/\/bayernedu.net\/?p=1330"},"modified":"2018-11-28T17:35:45","modified_gmt":"2018-11-28T16:35:45","slug":"das-ipad-im-kunstraum-episode-ii-schueler-vor-dem-abgrund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bayernedu.net\/index.php\/2018\/07\/02\/das-ipad-im-kunstraum-episode-ii-schueler-vor-dem-abgrund\/","title":{"rendered":"Das iPad im Kunstraum &#8211; Episode II: Sch\u00fcler vor dem Abgrund"},"content":{"rendered":"<p class=\"s3\"><strong><span class=\"s4\">1. <\/span><span class=\"s4\">Sch\u00fcler vor dem Abgrund: <\/span><span class=\"s4\">Malerei des 19. Jahrhunderts<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"s3\"><span>Wer<\/span><span> Bilder macht, <\/span><span>erschlie\u00dft <\/span><span>sich die Welt. <\/span><span>Smartphone und Tablet als Medien<\/span><span> der Bildproduktion und -rezeption spielen in der Freizeit der Sch\u00fcler eine wichtige Rolle. <\/span><span>Um diesen Bildersturm<\/span><span> bew\u00e4<\/span><span>ltigen zu k\u00f6nnen, ben\u00f6tigen Jugendliche <\/span><span>vermehrt <\/span><span>Medien- und <\/span><span>Bildkompetenz. <\/span><span>F\u00fcr die Wahrnehmungsschulung im Zeitalter neuer Medien ist neben der Analyse auch die Produktion digitaler \u00e4stethischer Produkte von zentraler Bedeutung. <\/span><span>Im Kompetenzmodell <\/span><span>&#8222;Visual Literacy&#8220; ist<\/span><span> folglich neben dem Rezipieren von Bildern und das Reflektieren d<\/span><span>ar\u00fcber auch das<\/span><span> <\/span><span>Produzieren<\/span><span><\/span><span>von Bildern <\/span><span>zentral (Wagner, Sch\u00f6nau 2016).<\/span><span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\"><span>Video ist<\/span><span> aus Alltag, Kunst, Kultur und Unterhaltung nicht mehr wegzudenken. Videoinstallationen, Videokunst, Mediatheken, Second Screen, Netflix, Trickfilme, Vlogs<\/span><span>, Webcams, YouTube, Vimeo&#8230; &#8211; \u00a0d<\/span><span>as bewegte Bild ist das Leitmedium <\/span><span>der heutigen Sch\u00fclergeneration. <\/span><span>Gerade im Bereich Video und Visual Literacy bedeutet <\/span><span>Medienkompetenztraining nic<\/span><span>ht nur Konsum und Analyse von Bildern, <\/span><span>sonder<\/span><span>n muss auch handlung<\/span><span>s- und produktorientert sein. <\/span><span>Digitale Medien bieten hier vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten.<\/span><\/p>\n<p class=\"s3\"><span>In der Praxis zeigen viele <\/span><span>Kunstdidaktiker<\/span><span> <\/span><span>Ber\u00fchrungs\u00e4ngste mit <\/span><span>dem Digitalen. <\/span><span>Der Kunstraum als analoges Biotop &#8211; aufgrund der Schwierigkeit, <\/span><span>mit <\/span><span>den schnellen<\/span><span> <\/span><span>Entwicklungen\u00a0<\/span><span><\/span><span>Schritt zu halten<\/span><span> oder aus bewahrp\u00e4dagogischer <\/span><span>Abwehrhaltung<\/span><span>? \u00a0<\/span><span>Aber auch das Fach Kunst ist gefragt \u00a0&#8222;<\/span><span>Medienprodukte unter Ber\u00fccksichtigung formaler und \u00e4sthetischer Gest<\/span><span>altungskriterien und Wirkungs<\/span><span>absichten (zu) erstellen<\/span><span>&#8220; (ISB <\/span><span>2018).<\/span><\/p>\n<p class=\"s3\"><span>Selbstverst\u00e4ndlich sollen iPad und Co nicht g\u00e4nzlich Bleistift und Pinsel ersetzten. Das h\u00e4ndische Arbeiten bleibt zentraler Bestandteil jeglicher k\u00fcnstlerisch-p\u00e4dagogischen Arbeit. Ziel ist es, neben traditionellen, haptische Techniken und Meth<\/span><span>oden innovative digitalen M\u00f6glichkeiten <\/span><span>in den Kunstraum zu integrieren<\/span><span>. <\/span><span>Dies soll anhand dem Bereich\u00a0<\/span><span>&#8222;<\/span><span>Malerei des 19. Jahrhunderts<\/span><span>&#8220; \u00a0und Werken wie &#8222;<\/span><span>Der Wanderer<\/span><span> im Nebelmeer<\/span><span> &#8222;<\/span><span> oder <\/span><span><\/span><span>&#8222;Der Schrei&#8220; <\/span><span>demonstriert werden.<\/span><\/p>\n<p class=\"s3\"><b><span class=\"s4\">2. <\/span><span>\u200b<\/span><span class=\"s4\">Medien- und Kunstdidaktische Fundierung<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"s3\"><b><span class=\"s4\">2.1<\/span><span>\u200b\u00a0<\/span><span class=\"s4\">Kunstgeschichte handlungsorientiert und mediengest\u00fctzt<\/span><span class=\"s4\"> vermitteln<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"s3\"><span>Bei \u201eRomantik\u201c denken Sch\u00fcler eher an H\u00e4ndchenhalten als an <\/span><span>das <\/span><span>Elbsandsteingebirge. Auch<\/span><span> den \u201e<\/span><span>Schrei\u201c verbinden die meisten eher mit Vertretungsstunden als mit Munch<\/span><span>:<\/span><span> Im Kunstunterricht ist Kunstgeschichte<\/span><span> nicht immer bei allen beliebt. \u00c4hnlich wie im Fach Geschichte fehlt der pers\u00f6nliche Bezug zur Vergangenheit. Nachhaltiger Lernerfolg ist jedoch wahrscheinlicher, wenn die Sch\u00fcler einen pers\u00f6nlichen Bezug zum Stoff herstellen k\u00f6nnen. <\/span><span>Nach<\/span><span> der theoretischen <\/span><span>Au<\/span><span>seinandersetzung mit der Kunstgeschichte <\/span><span>sollen d<\/span><span>ie jungen K\u00fcnstler<\/span><span> <\/span><span>daher sich ins <\/span><span>Gem\u00e4lde<\/span><span> <\/span><span>hineinversetzten<\/span><span>: <\/span><span>Wie steht mir der Wahnsinn?<\/span><span> <\/span><span>Wie f\u00fchlt\u00a0<\/span><span>es sich wohl an, <\/span><span>vor dem Abgrund<\/span><span> stehen? <\/span><\/p>\n<p class=\"s3\"><span class=\"s5\"><\/span><span>\u00a0<\/span><b><span class=\"s4\">2.2<\/span><span>\u200b\u00a0<\/span><span class=\"s4\">Sch\u00fcler vor dem Abgrund:<\/span><span class=\"s4\"> <\/span><span class=\"s4\">Stopmotion und\u00a0<\/span><span class=\"s4\"><\/span><span class=\"s4\">Greenscreen <\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"s3\"><span>Um auf diese wichtige Frag<\/span><span>en eine Antwort zu finden, gestalten<\/span><span> die Sch\u00fcler ein Gem\u00e4lde<\/span><span> aus dem Kanon der Malerei des 19. Jahrhundert<\/span><span> klassisch mit Pinsel und Farbe nach. Die Hauptfigur wurde dabei \u201evergessen\u201c. Kein Wanderer im Gem\u00e4lde \u201eWander \u00fcber dem Nebelmeer\u201c, niemand schreit im \u201eSchrei\u201c, keine T\u00e4nzerin bei Degas. Danach dreht der artistische Nachwuchs passende Videos, um die Leerstelle zu f\u00fcllen. Eine Gruppe animiert durch viele Einzelbilder Figuren. Dabei wird tief in die Trickkiste gegriffen: Einer Barbiepuppe wurden die Haare gek\u00fcrzt und im Kopierraum mit iMotion Leben eingehaucht. Eine andere Gruppe schauspielert selbst vor dem Greenscreen. Aus dem Gehstock wird ein Bambusstab und schon wandert der Nachwuchsk\u00fcnstler vor dem Abgrund. Die Augen verdreht und der \u201eSchrei&#8220; von Munch wird von den Sch\u00fclern videographisch dargestellt. Die Aufnahmen f\u00fcgten die Sch\u00fcler danach in Fotos ihrer Kunstwerke ein. Auf diese Weise sind die jungen <\/span><span>K\u00fcnstler selbst im Bild. Die<\/span><span> Gem\u00e4lde werden f\u00fcr den Sch\u00fcler pers\u00f6nlich erlebbar<\/span><span> und f\u00fcr sie pers\u00f6nlich bedeutsam<\/span><span>. <\/span><span>Pinsel und Pixel erg\u00e4nzen sich; App und Tablet erm\u00f6glichen einen pers\u00f6nlichen Zugang zur Kunstgeschichte. <\/span><\/p>\n<p class=\"s3\"><span>Die<\/span><span> entstandenen<\/span><span> Arbeiten<\/span><span> k\u00f6nnen entweder digital oder analog<\/span><span> <\/span><span>ver\u00f6ffentlicht werden<\/span><span>. Die M\u00f6glichkeiten reichen <\/span><span>dabei <\/span><span>von <\/span><span>der klassischen Aussstellung<\/span><span>,<\/span><span> \u00fcber<\/span><span> <\/span><span>die <\/span><span>Bildergalerie auf der Schulhomepage bis zur <\/span><span>Ver\u00f6f<\/span><span>fentlichung auf Videoportalen. Das Fach Kunst <\/span><span>kann so <\/span><span>einen Beitrag leisten, das Schulprofil auch im digitalen Bereich zu st\u00e4rken.<\/span><\/p>\n<p class=\"s3\"><b>Georg F\u00e4ssler, RS am Europakanal Erlangen II \/ FAU Erlangen-N\u00fcrnberg\u00a0<\/b><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/64B76F2C-FF8F-4E2A-9354-5F4704F8B547-202x300.png\" alt=\"\" width=\"202\" height=\"300\" class=\"aligncenter wp-image-1331 size-medium\" srcset=\"https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/64B76F2C-FF8F-4E2A-9354-5F4704F8B547-202x300.png 202w, https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/64B76F2C-FF8F-4E2A-9354-5F4704F8B547.png 344w\" sizes=\"auto, (max-width: 202px) 100vw, 202px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/AD241689-CD27-42F3-AABA-0C1448D61D84-300x187.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"187\" class=\"size-medium wp-image-1334 aligncenter\" srcset=\"https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/AD241689-CD27-42F3-AABA-0C1448D61D84-300x187.png 300w, https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/AD241689-CD27-42F3-AABA-0C1448D61D84-768x480.png 768w, https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/AD241689-CD27-42F3-AABA-0C1448D61D84.png 852w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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