{"id":1185,"date":"2018-03-16T17:59:33","date_gmt":"2018-03-16T16:59:33","guid":{"rendered":"https:\/\/bayernedu.wordpress.com\/?p=1185"},"modified":"2018-11-28T17:35:46","modified_gmt":"2018-11-28T16:35:46","slug":"das-ipad-im-kunstraum-episode-i-selbstportraet-opie-style","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bayernedu.net\/index.php\/2018\/03\/16\/das-ipad-im-kunstraum-episode-i-selbstportraet-opie-style\/","title":{"rendered":"Das iPad im Kunstraum &#8211; Episode I: Selbstportr\u00e4t \u201eOpie-Style\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Viele Kunstdidaktiker zeigen Ber\u00fchrungs\u00e4ngste mit dem Digitalen. Gleichzeitig hat die Digitalisierung verschiedener herk\u00f6mmlicher Medien die Kunstlandschaft bereits transformiert:<\/p>\n<p>\u2022 In gestalterischen Berufen hat das Digitale l\u00e4ngst Einzug gehalten.<\/p>\n<p>\u2022 Video und digitale Medien sind wichtige Tendenzen zeitgen\u00f6ssischer Kunst.<\/p>\n<p>\u2022 Kinder und Jugendliche wachsen mit digital gestalteten Elementen auf und sind motiviert, diese selbst zu gestalten: Avatare, Snapchat, WhatsApp-Profilbilder.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich sollen iPad und Co nicht g\u00e4nzlich Bleistift und Pinsel ersetzten. Das h\u00e4ndische Arbeiten bleibt zentraler Bestandteil jeglicher k\u00fcnstlerisch-p\u00e4dagogischen Arbeit. Ein weiteres Ziel k\u00f6nnte es aber sein, neben traditionellen, haptischen Techniken \/ Methoden auch innovative digitalen Ideen in den Kunstraum zu integrieren. Dies soll im Folgenden anhand der Unterrichtseinheit &#8222;Selbstportr\u00e4t `Opie-Style\u00b4&#8220; demonstriert werden.<\/p>\n<p>Julian Opie (1958) ist ein britischer Maler, Bildhauer und Videok\u00fcnstler. Seine bekannten Portr\u00e4ts, welche auch im N\u00fcrnberger Neuen Museum zu sehen sind, vereinfachen diese mit klaren Linien und Fl\u00e4chen. Was ist charakteristisch f\u00fcr das menschliche Gesicht? Was kann man weglassen; was ist wichtig, um einen Menschen zu erkennen?<\/p>\n<p>Um ein digitales Portr\u00e4t zu erstellen, wird ein Tablet und eine Zeichen-App ben\u00f6tigt. Hier verwende ich das iPad und Sketches. (Einige Sch\u00fcler schw\u00f6ren allerdings auf SketchBook von Autodesk). Grunds\u00e4tzlich sind die folgenden Arbeitsschritte aber mit jedem g\u00e4ngigen Tablet bzw. Zeichen-App \u00e4hnlich.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration:underline;\"><strong>Schritt 1:\u00a0Aufnahme des Portr\u00e4ts<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Nimm ein Portr\u00e4tfoto mit dem Tablet auf. W\u00e4hle als Format &#8222;hochkant&#8220; und achte darauf, dass das Gesicht das Bild f\u00fcllt. Als Schulterst\u00fcck <em>en face<\/em> blickt die Person gerade in die Kamera und die Schultern sind zu sehen. Ein typisches Kleidungsst\u00fcck (Schirmm\u00fctze) kann das Portr\u00e4t pr\u00e4gnant machen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration:underline;\"><strong>Schritt 2: Anlegen des Dokumentes mit verschiedenen Ebenen<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Starte die Sketches und \u00f6ffne ein neues Dokument. Importiere das Foto in die Zeichen-App. Lege mehrere Ebenen mit dem Ebenenwerkzeug \u00fcber dein Foto, \u00e4hnlich wie Transparentpapier beim Durchpausen. Es werden eine Fotoebene, eine Konturenebene und eine Fl\u00e4chenebene ben\u00f6tigt. Achte darauf, die Ebene, auf der du arbeitest, zu aktivieren. Du kannst die jeweilige Ebene sichtbar oder nicht sichtbar schalten.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration:underline;\"><strong>Schritt 3: Zeichnen der Konturen<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Zeichne auf einer Ebene die Konturen deines Port\u00e4ts nach. Am besten eignet sich der Tuschestift . Wenn du lange auf das Symbol `klickst\u00b4, kannst du die Dicke und Durchsichtigkeit einstellen. Bei den Augen ist Iris und Pupille ein Kreis. Achte auf das wei\u00dfe `Highlight\u00b4. Die Nase wird durch zwei Striche angedeutet. F\u00fcge Mund und Kinnstrich hinzu.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration:underline;\"><strong>Schritt 4: Anlegen der Farbfl\u00e4chen<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Auf der Fl\u00e4chenebene legst du die Farbfl\u00e4chen an. Gestalte die Ebenen farbig mit dem Pinselwerkzeug. W\u00e4hle dazu eine weitere Ebene. Schalte die Konturenebene an und die Fotoebene aus. Male zuerst die R\u00e4nder mit d\u00fcnnem Pinsel aus. W\u00e4hle f\u00fcr die Mitte einen dickeren Pinsel. Arbeite monochrom.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration:underline;\"><strong>Schritt 5: Export der Arbeit<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Exportiere das Arbeitsergebnis. Achte darauf, die gew\u00fcnschten Ebenen zu aktivieren. Je nach gew\u00fcnschter Publikationsform sind verschiedene Dateiformate und Aufl\u00f6sungen m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die Fotos k\u00f6nnen entweder digital oder analog ausgedruckt ver\u00f6ffentlicht werden.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie das bekannte CD-Cover von Blur ist eine Montage vieler Opie-Portr\u00e4ts zu einem Klassenfoto eine tolle M\u00f6glichkeit, die Arbeit abzuschlie\u00dfen und zu pr\u00e4sentieren. Als Poster ausgedruckt, auf Homepages oder als Screensaver beim Elternabend erg\u00e4nzen sich Pinsel und Pixel. Digitale Werkzeuge stellen so eine hochinteressante M\u00f6glichkeit dar, den Kunstunterricht zu bereichern und den Stellenwert des Faches Kunst weiter zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p><strong>Ein Artikel von\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/georgfae\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Georg F\u00e4ssler<\/a>\u00a0(RS am Europakanal Erlangen II \/ FAU Erlangen-N\u00fcrnberg &#8211; weitere Ergebnisse des Projekts sind unter diesem <a href=\"https:\/\/www.real-euro.de\/news\/der-obi-is-fei-werli-schaei\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Link<\/a> abrufbar)<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Kunstdidaktiker zeigen Ber\u00fchrungs\u00e4ngste mit dem Digitalen. 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