{"id":1131,"date":"2018-01-02T19:06:37","date_gmt":"2018-01-02T18:06:37","guid":{"rendered":"https:\/\/bayernedu.wordpress.com\/?p=1131"},"modified":"2018-01-02T19:06:37","modified_gmt":"2018-01-02T18:06:37","slug":"byod-im-unterrichtsalltag-ein-erfahrungsbericht-oder-mein-leben-in-der-byod-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bayernedu.net\/index.php\/2018\/01\/02\/byod-im-unterrichtsalltag-ein-erfahrungsbericht-oder-mein-leben-in-der-byod-welt\/","title":{"rendered":"BYOD im Unterrichtsalltag &#8211; ein Erfahrungsbericht  oder: Mein Leben in der BYOD-Welt!"},"content":{"rendered":"<h2>Vorbemerkung:<\/h2>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Beim folgenden Bericht handelt es sich um pers\u00f6nliche Erfahrungen aus dem Alltag unserer Schule. Daraus soll und kann keine Allgemeing\u00fcltigkeit abgeleitet werden! Au\u00dferdem wird das praktizierte Verfahren keinesfalls als das Beste gesehen, sondern als ein m\u00f6glicher gangbarer Weg, der wie alle anderen erprobten\/in Erw\u00e4gung gezogenen seine Schw\u00e4chen hat. Diese, aber auch unsere, positiven Erfahrungen sollen im Folgenden thematisiert werden.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Au\u00dfen vor bleiben technische Details und methodische Ausf\u00fchrungen.<\/span><\/p>\n<h2><span style=\"font-weight:400;\">Die Anforderungen:<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Ziel aller Investitionen und Installationen war es, eine Infrastruktur zu schaffen, die allen Betriebssystemen einen Zugang zur kompletten Funktionalit\u00e4t (Zugriff auf den Server, O365, Wireless Beaming, breitbandiges Internet) bietet, ohne Sicherheitsrichtlinien zu verletzten.<\/span><\/p>\n<h2><span style=\"font-weight:400;\">Die Infrastruktur:<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Das gesamte Schulgeb\u00e4ude ist mit WLAN versorgt. Technisch basiert alles auf der Kombination Radius-Authentifizierung (\u00fcber Logodidact) und Ubiquity-APs. In jedem Raum steht ein Visualizer und ein Beamer mit EZ Cast Pro-Stick (zur drahtlosen Bildschirm\u00fcbertragung) zur Verf\u00fcgung. Das Netz ist mit nominell 1 Gbit (faktisch 800 Mbit) angebunden. Es gibt vier WLAN-SSIDs (eines jeweils f\u00fcr Sch\u00fcler, Lehrer, Peripherie und G\u00e4ste).<\/span><\/p>\n<h2><span style=\"font-weight:400;\">Die Erfahrungen:<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Die gemachten Erfahrungen sind sehr vielschichtig und sollen in einzelnen Bereichen geschildert werden. Wichtig war uns, nicht durch H\u00f6rensagen ein System auszuw\u00e4hlen, sondern alle verf\u00fcgbaren Systeme zu testen und dann zu entscheiden, welchen Weg man gehen m\u00f6chte.<\/span><\/p>\n<h3><span style=\"font-weight:400;\">Der Ger\u00e4te-Dschungel:<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">iOS, Windows, Android, Linux &#8211; und dann noch die Unterscheidung in den Gr\u00f6\u00dfen (Smartphone, Tablet, Notebook, 2in1-Device\u2026) &#8211; stellt an sich schon eine Herausforderung dar. Eine Verankerung im Unterricht konzeptionell zu leisten, ist dann beinahe ein Ding der Unm\u00f6glichkeit. Um etwas gezielter vorgehen zu k\u00f6nnen, trafen wir eine erste Entscheidung, die nicht zuletzt dank der Twitter-Community m\u00f6glich wurde: ca. 80% aller UseCases, die wir formuliert hatten, konnten wir mit einem Smartphone ohne nennenswerte Einschr\u00e4nkungen abdecken. Daher richteten wir unser Hauptaugenmerk beim Medienkonzept auf die Smartphones. Zus\u00e4tzlich erprobten wir in den 5. Klassen (also bei der Klientel, die wom\u00f6glich am wenigsten Vorkenntnisse in der Materie mitbringt) den fl\u00e4chendeckenden Einsatz von Tablets in jeweils einer &#8222;Digitalen Klasse&#8220;. Die Eltern konnten ihr Kind explizit anmelden und sich ein Tablet ihrer Wahl kaufen. Die Erfahrungen in dem Projekt sollen hier nur grob gestreift werden! Es erwies sich auch hier der Ansatz als gut, nur solche Software einzusetzen, die auf allen Plattformen verf\u00fcgbar und nutzbar war.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Die Erkenntnisse in Sachen heterogene Hardware: Es erwies sich als weit weniger problematisch, als zun\u00e4chst bef\u00fcrchtet. Bei den Smartphones ergaben sich in meiner Wahrnehmung keine Probleme. Weder der \u201cMarken-Fetisch\u201d noch zu geringe Leistungsf\u00e4higkeit entpuppten sich im Alltag als Problem. Vielmehr entwickelten die Sch\u00fcler immer wieder eine feines Gesp\u00fcr daf\u00fcr, dass selbst das teuerste Ger\u00e4t nur so gut ist wie der Anwender. Auf direkte Erfahrungen in den 5. Klassen mit den Tablets kann ich nicht zur\u00fcckgreifen, weshalb ich hier nur kurz darauf eingehe: Auch bei den J\u00fcngsten spielte das System innerhalb kurzer Zeit keine bedeutende Rolle mehr und es konnten alle im Unterricht entsprechend mitarbeiten.<\/span><\/p>\n<h3><span style=\"font-weight:400;\">Die Ger\u00e4te-Verteilung:<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Von unseren knapp 800 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern nutzen 18% ein iOS-Ger\u00e4t , 80% ein Android-Ger\u00e4t und 2% besitzen kein eigenes Ger\u00e4t. F\u00fcr diese kleine Gruppe stehen Leihger\u00e4te zur Verf\u00fcgung (\u00e4ltere, aber voll funktionsf\u00e4hige Ger\u00e4te aus dem Besitz des Kollegiums).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Das gesamte Kollegium besitzt ein Android-Tablet oder ein Surface Pro-Tablet. Ein Kollege nutzt ein iPad Pro 10.5.<\/span><\/p>\n<h3><span style=\"font-weight:400;\">Die Erfahrungen mit den einzelnen Systemen:<\/span><\/h3>\n<h4><span style=\"font-weight:400;\">Android:<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">F\u00fcr das Kollegium stellte die Nutzung des Android-Tablets zun\u00e4chst eine Herausforderung dar, da z. B. der installierte Dateimanager manche Datei-Typen (z. B. aus O365) nicht mit der passenden App \u00f6ffnete. Au\u00dferdem erwies sich f\u00fcr Sprachenlehrer die M\u00f6glichkeit, den kompletten Screen zu spiegeln als Problem, weil die Sounds aus bestimmten Apps (von Cornelsen und Klett) nicht auf dem Beamer ausgegeben wurden. Da es ein elementarer Bestandteil unseres Medienkonzeptes war, auf Kabel zu verzichten, wurden diese Kolleginnen und Kollegen mit einem kleinen, aber leistungsf\u00e4higen Bluetooth-Speaker ausgestattet, der dieses Problem l\u00f6ste. Wichtig dabei: Es durften nicht durchgehend identische Modelle sein, da sich die Bluetooth-Codierung von beinahe allen Bluetooth-Lautsprechern nicht umbenennen l\u00e4sst und damit die Gefahr bestanden h\u00e4tte, dass sich ein Kollege mit dem Ger\u00e4t des Kollegen aus dem Nachbarraum verbindet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Ein weiteres Problem stellte die Fragmentierung des Android-Systems dar. Die sehr unterschiedlichen Versionen (aktuell 6 und 7) f\u00fchren im Extremfall z. B. zu unterschiedlichen App-Versionen &#8211; ein Problem, das allerdings im Alltag nicht auff\u00e4llt, aber dennoch zu bedenken ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Die Nutzung des Beamers mittels EZ Cast-Pro-Sticks funktioniert dank der Apps weitgehend problemlos, wenn auch die Nutzung von Youtube den Aufruf der Webseite erfordert. Die Performance ist bei allen Multimedia-Files gut. Auch die Stabilit\u00e4t der WLAN-Verbindung erwies sich bei Android-Ger\u00e4ten als unproblematisch.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Probeweise testeten wir auch die Verbindung zu anderen Wireless Beaming-Techniken: Zu einem AppleTV l\u00e4sst sich unter Android nicht wirklich eine sinnvolle Connection herstellen. Einzig das \u00dcbertragen von Bildern funktioniert einigerma\u00dfen. ScreenMirroring oder klassisches Streaming sind nicht m\u00f6glich. Workarounds in Software (wie z. B. mit AirServer) sind bestenfalls Notl\u00f6sungen und entsprechen nicht unserem BYOD-Konzept, das keine festen Ger\u00e4te mehr im Klassenzimmer vorsieht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Die aus Android-Sicht beste L\u00f6sung stellt (wenig \u00fcberraschend) die Kombination aus Android-Ger\u00e4t und Google Chromecast dar: Dieses Zusammenspiel ist nicht nur in der Bedienung hervorragend, sondern auch die Performance wei\u00df zu \u00fcberzeugen. Leider versteht sich der Chromecast nur sehr eingeschr\u00e4nkt mit der iOS-Welt, so dass dieser eine entscheidende Voraussetzung unseres BYOD-Konzeptes nicht erf\u00fcllt und somit f\u00fcr einen Klassenzimmereinsatz ausscheidet.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-weight:400;\">iOS:<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Es f\u00e4llt mir zugegebenerma\u00dfen sehr schwer, diesen Abschnitt zu verfassen. Ich besitze selbst ein iPad Pro 12, ein iPhone sowie ein MacBook Pro. Bis auf das iPhone nutze ich die Ger\u00e4te regelm\u00e4\u00dfig, soll hei\u00dfen: Ich stehe diesen Ger\u00e4ten nicht generell ablehnend gegen\u00fcber und nutze das Macbook zur Entwicklung von iOS-Software (CrossPlattform). Aber zwei Dinge st\u00f6ren mich massiv und verhindern wohl, dass ich jemals zum Apple-Fan werde: Zum einen die gnadenlose Politik des Propriet\u00e4ren: Apple setzt wie kein anderer Hersteller auf seine eigenen Schnittstellen (Lightning, AirPlay, Airdrop, FaceTime\u2026), die &#8211; und jetzt komme ich zum eigentlichen Thema &#8211; bewusst so angelegt sind, dass sie in einer Mischumgebung, d. h. mit Ger\u00e4ten anderer Hersteller &#8211; wenn \u00fcberhaupt &#8211; nur sehr eingeschr\u00e4nkt funktionieren. Aus Marketing-Gr\u00fcnden mag das clever sein, aus Sicht einer BYOD-Schule ist es der blanke Albtraum. Es beginnt bei anderen Ladekabeln und endet bei einem grotesk anmutenden Adapter-Salat, der zum Anschluss an diverse Wiedergabeger\u00e4te notwendig ist. Eingeweihte k\u00f6nnen ein Lied davon singen, wenn man ein Macbook und ein iPad besitzt und wirklich f\u00fcr alle (Anschluss-)Eventualit\u00e4ten ger\u00fcstet sein m\u00f6chte. Im BYOD-Alltag schl\u00e4gt sich das in einem immer wieder nachgefragten Adapter oder einer nicht funktionalen Bildschirm\u00fcbertragung nieder und f\u00fchrt zu Frust. Der zweite negative Punkt betrifft die Software. Einmal abgesehen davon, dass iTunes so ziemlich das Schlimmste ist, was man seinem PC antun kann \ud83d\ude09 , bietet iOS zwar die beste Update-Versorgung und eine an sich einfache Bedienung. Jedoch ist selbst mit Version 11.2 nicht einmal in eingeschr\u00e4nkter Form (Stichwort: Sandbox) ein Zugriff auf das Dateisystem m\u00f6glich. Hei\u00dft im BYOD-Alltag: Will man nicht permanent auf diverse Cloud-Dienste zugreifen, ist z. B. das Abspeichern eines Dokumentes nach herk\u00f6mmlichem Verst\u00e4ndnis nicht m\u00f6glich. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr Dateioperationen wie Kopieren. Da dies aber unserer Ansicht nach ein wichtiger Bestandteil der Anwendungskompetenz ist, gilt es hier Abstriche zu machen. Das ist sicher nicht systemkritisch, aber dennoch bedauerlich.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Die Verbindung zu den EZ Cast Pro-Sticks funktioniert bislang weitgehend gut. Das Update von iOS 10 auf 11 brachte kurzzeitig Probleme mit sich, die aber sehr zeitnah gel\u00f6st werden konnten. Da die EZ Cast Pro-Sticks AirPlay unterst\u00fctzen, kann auf bekannte Art gespiegelt werden. <del>Allerdings tritt eine wichtige Einschr\u00e4nkung auf: Der Ton wird nicht mit\u00fcbertragen!<\/del> Apple legt sein AirPlay-Protokoll nicht offen, so dass alle Hersteller alternativer Hardware ihre eigenen L\u00f6sungen finden m\u00fcssen. Dies scheint dem Hersteller des EZ Cast Pro-Sticks<em> inzwischen<\/em> ziemlich gut gelungen zu sein, <em>denn Airplay funktioniert inzwischen weitgehend problemlos. Einzig die Skalierung der Retina-Aufl\u00f6sung ist bisweilen nicht optimal und etwas schlecht aufgel\u00f6st.\u00a0<\/em><\/span><em>[Update vom 15.1.2018]<\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Zu Testzwecken wurde auch ein AppleTV angeschafft. Ergebnis: Das Zusammenspiel funktioniert gut, aber von der Performance her nicht auf dem Level der Android-Chromecast-Kombination. Unter Windows l\u00e4sst sich der AppleTV nicht out-of-the-box nutzen. Wege, um von Windows auf AppleTV zu streamen w\u00e4ren der Weg \u00fcber die Freigabe unter iTunes (eingeschr\u00e4nkt) oder \u00fcber eine Software wie AirParrot (auch Mirroring m\u00f6glich!). Unter Android k\u00f6nnen Apps wie Allcast (eingeschr\u00e4nkt!) oder AirConnect (Mirroring m\u00f6glich, aber instabil) Abhilfe schaffen. Angesichts des dreifachen Preises zu einem EZ Cast Pro-Stick machte die Anschaffung von AppleTVs f\u00fcr uns keinen Sinn.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Die Sch\u00fcler arbeiten weitgehend problemlos mit ihren iOS-Ger\u00e4ten, haben aber keinen Vorteil von den oftmals im Vergleich sehr teuren Ger\u00e4ten. Im Gegenteil: Mangels Speichererweiterungsm\u00f6glichkeit stellten sich manchmal Kapazit\u00e4tsprobleme ein (z. B. bei einem 16 GB-iPhone eines fotobegeisterten Teenagers \ud83d\ude09 ). Die Qualit\u00e4t der Apps ist unter iOS durchweg hoch und meist \u00fcber dem Level der anderen Systeme.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-weight:400;\">Windows:<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Das am weitesten verbreitete Desktop-Betriebssystem nimmt auf mobilen Endger\u00e4ten eine weit weniger bedeutende Position ein. Seit Windows 7 verzeichnet das von Microsoft verantwortete Betriebssystem einen stetigen Qualit\u00e4tsanstieg und damit eine erh\u00f6hte Akzeptanz in der Community. Mit Windows 10 (und einem ver\u00e4nderten Gesch\u00e4ftsmodell) gelang ein weiterer Sprung nach vorne. Windows bietet die bekannte Funktionalit\u00e4t, installiert Anwendungen sowohl \u00fcber den (im Vergleich zu Android und Apple weniger gut gef\u00fcllten) &#8222;AppStore&#8220; als auch klassisch \u00fcber lokale Installationen (&#8222;Sideloading&#8220;). Das erm\u00f6glicht einen nahezu grenzenlosen Funktionsumfang, Zugriff auf das komplette Dateisystem und weitere Funktionalit\u00e4ten. Die vom PC bekannten Schnittstellen sind bei nahezu allen Ger\u00e4ten vorhanden und bieten maximale Erweiterbarkeit. Andererseits sind viele Bereiche von Windows 10 noch immer nicht wirklich optimal an eine Touch-Bedienung angepasst. Dass die Kompatibilit\u00e4t (z. B. mit verschiedensten Multimedia-Formaten) aufgrund der Erweiterbarkeit sehr hoch ist, erweist sich im t\u00e4glichen Gebrauch ebenfalls als Vorteil. Im Kollegium erfreut sich vor allem die Surface-Reihe gro\u00dfer Beliebtheit, was neben der guten Hardware vor allem auch an den M\u00f6glichkeiten des Stifts liegt: In Kombination mit verschiedener Software wird der Stift im Unterrichtsalltag zu einer echten Bereicherung, die dank des durchdachten Magnet-Halte-Mechanismus eine bessere Handhabung aufweist. Die Akkulaufzeit kann allerdings nicht mit jenen z. B. eines iPad Pro mithalten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Der Praxiseinsatz stellt sich als unproblematisch heraus und f\u00fchrt schnell zu Erfolgserlebnissen in der Verwendung. Allerdings sind die eigentlich nativ vorhanden M\u00f6glichkeiten des WirelessBeamings (Screenmirroring) leider nicht so einfach zu nutzen, wie man es beispielsweise von AirPlay oder Android-Ger\u00e4ten kennt. Zwar l\u00e4sst sich relativ einfach eine Verbindung zu einem Miracast-Ger\u00e4t herstellen (Microsoft bietet da den eigenen Wireless Display Adapter an!), allerdings skaliert die Aufl\u00f6sung in unseren Szenarien nicht optimal und auch die Performance bei einem gestreamten Video ist nicht immer lag-frei. Au\u00dferdem traten immer wieder Ton-Probleme auf.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Mit den EZ Cast Pro-Sticks funktioniert die Verbindung im Gro\u00dfen und Ganzen gut. Alle Arten von Medien lassen sich wireless wiedergeben und auch das Mirroring funktioniert, wenn auch nicht in optimaler Skalierung. Soll jedoch der Ton beim Mirroring mit abgespielt werden (Anwendungsfall: diverse Apps der Verlage, die Englisch-\/Franz\u00f6sisch-Content anbieten), ergeben sich nach wie vor Probleme. Die betroffenen Lehrkr\u00e4fte greifen in dem Fall auf einen eigenen Bluetooth-Speaker zur\u00fcck &#8211; sicher keine optimale L\u00f6sung, aber das Problem wurde erst einmal f\u00fcr alle Kollegen praktikabel gel\u00f6st. Sehr gut funktioniert seltsamerweise die Verbindung zu einem Chromecast-Stick: Hier gab es weder Performance- noch Sound-Probleme. Zur Verbindung ben\u00f6tigt man jedoch entweder den Chrome-Browser (der dann aber keine Rolle mehr spielt und sich problemlos der gesamte Desktop spiegeln l\u00e4sst!) oder externe Tools wie AirParrot. Wir verzichten aber aufgrund der iOS-Probleme auf einen fl\u00e4chendeckenden Einsatz von Chromecast, um unsere Philosophie vom echten BYOD (&#8222;Alle Ger\u00e4te k\u00f6nnen verwendet werden!&#8220;) nicht au\u00dfer Kraft zu setzen und verwenden die EZ Cast Pro-Sticks auch unter Windows (auch wenn die daf\u00fcr notwendige App auf Surface-Ger\u00e4ten extrem schlecht skaliert und damit etwas zu klein dargestellt wird!).<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-weight:400;\">Linux:<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Wird bei uns nur als Server-OS eingesetzt und spielt im Client-Einsatz keine Rolle. (BTW: Android ist eng mit Linux verwandt, basiert auf einem Linux-Kernel und wird von einigen gar als Linux-Distribution gesehen!)<\/span><\/p>\n<h2><span style=\"font-weight:400;\">Fazit nach knapp zwei Jahren:<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Nach anf\u00e4nglichen Problemen, die nicht nur zu erwarten, sondern unvermeidlich waren, zeigte sich Licht am Ende des Tunnels: Dank vieler Mikro-Schilfs, einer nicht hoch genug einzusch\u00e4tzenden Kollegialit\u00e4t und Hilfsbereitschaft untereinander und einer inzwischen tats\u00e4chlich performanten Internetanbindung (1 Gbit) machen wir Fortschritte und erste Erfolge stellen sich ein: Selbst kritische Zeitgenossen lassen sich inzwischen von den Vorteilen \u00fcberzeugen und auch die Sch\u00fclerschaft zeigt sich von den M\u00f6glichkeiten angetan.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Es ist noch ein langer Weg zu gehen, aber uns stimmt es hoffnungsvoll, dass die Entwicklung positiv gesehen wird. Oder wie es der Kollege @schlichtedu sagen w\u00fcrde: &#8222;Nicht vom Weg abzuweichen, bedeutet, auf der Strecke zu bleiben!&#8220; \ud83d\ude09<\/span><\/p>\n<p><i><span style=\"font-weight:400;\">Eines ist mir zum Schluss noch besonders wichtig anzumerken:<\/span><\/i><br \/>\n<i><i><span style=\"font-weight:400;\">Die hier geschilderten Erfahrungen haben nur einen Zweck: Interessierten eine Eindruck zu vermitteln, welche Entwicklungen bei uns an der Schule gegenw\u00e4rtig stattfinden und wie wir sie wahrnehmen. Keinesfalls soll hier unkritisches Schulterklopfen, Profilneurose oder Narzissmus zelebriert werden. Unser Alltag konfrontiert uns sehr wahrscheinlich mit den gleichen Problemen, die 99% aller anderen Schulen auch kennen. Und ob wir diesem vielf\u00e4ltigen Wust an Herausforderungen (von dem die Digitalisierung nur eine unter vielen ist) besser oder schlechter begegnen, kann und will ich hier nicht beurteilen. Das m\u00fcsste man im Zweifel Sch\u00fcler, Eltern, Kollegen \u2026 fragen. Wie die letzte Grafik unten zeigt, ist Vorsicht geboten und gen\u00fcgend Zeit bei der Umsetzung vieler Ma\u00dfnahmen, die digitale Medien oder die Digitalisierung an sich betreffen, einzuplanen. Ob wir die Zeit haben, wird die Zeit zeigen (Sorry f\u00fcr das k\u00fcmmerliche Wortspiel! \ud83d\ude09 )<\/span><\/i><\/i><\/p>\n<p><span style=\"font-weight:400;\">Im Anhang noch ein paar Daten aus unseren Feedback-Aktivit\u00e4ten rund um den Einsatz von digitalen Medien im Unterricht:<\/span><\/p>\n<p><b><i>von Sch\u00fclern (hier 10. Klasse):<\/i><\/b><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1136\" src=\"https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162612.jpg\" alt=\"2018-01-02_162612\" width=\"830\" height=\"371\" srcset=\"https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162612.jpg 830w, https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162612-300x134.jpg 300w, https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162612-768x343.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1135\" src=\"https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162629.jpg\" alt=\"2018-01-02_162629\" width=\"829\" height=\"381\" srcset=\"https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162629.jpg 829w, https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162629-300x138.jpg 300w, https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162629-768x353.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 829px) 100vw, 829px\" \/><\/p>\n<div id=\"attachment_1134\" style=\"width: 838px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1134\" class=\"alignnone size-full wp-image-1134\" src=\"https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162649.jpg\" alt=\"2018-01-02_162649\" width=\"828\" height=\"376\" srcset=\"https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162649.jpg 828w, https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162649-300x136.jpg 300w, https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162649-768x349.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 828px) 100vw, 828px\" \/><p id=\"caption-attachment-1134\" class=\"wp-caption-text\">Anmerkung: Die Kahoot-Inhalte werden immer von jeweils zwei Sch\u00fclerInnen erstellt und zu Beginn mit der gesamten Klasse gespielt!<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_1133\" style=\"width: 843px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1133\" class=\"alignnone size-full wp-image-1133\" src=\"https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162719.jpg\" alt=\"2018-01-02_162719\" width=\"833\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162719.jpg 833w, https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162719-300x138.jpg 300w, https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162719-768x352.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 833px) 100vw, 833px\" \/><p id=\"caption-attachment-1133\" class=\"wp-caption-text\">Anmerkung: Die Gruppen arbeiten kollaborativ in einem Padlet\/Etherpad\/Mindmap-Tool<\/p><\/div>\n<p><i><b>vom Kollegium:<\/b><\/i><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1139\" src=\"https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162245.jpg\" alt=\"2018-01-02_162245\" width=\"852\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162245.jpg 852w, https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162245-300x135.jpg 300w, https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162245-768x345.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 852px) 100vw, 852px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1138\" src=\"https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162359.jpg\" alt=\"2018-01-02_162359\" width=\"824\" height=\"381\" srcset=\"https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162359.jpg 824w, https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162359-300x139.jpg 300w, https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_162359-768x355.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 824px) 100vw, 824px\" \/><\/p>\n<div id=\"attachment_1132\" style=\"width: 840px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1132\" class=\"alignnone size-full wp-image-1132\" src=\"https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_164621.jpg\" alt=\"2018-01-02_164621\" width=\"830\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_164621.jpg 830w, https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_164621-300x140.jpg 300w, https:\/\/bayernedu.net\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/2018-01-02_164621-768x357.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><p id=\"caption-attachment-1132\" class=\"wp-caption-text\">Anmerkung: Es gibt noch eine Menge zu tun und es gilt vor allem darauf zu achten, die Kollegen mitzunehmen und Luft zum Atmen zu lassen \u2026. Diese Message haben wir verstanden und ziehen (hoffentlich!) die richtigen Schl\u00fcsse!<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Beim folgenden Bericht handelt es sich um pers\u00f6nliche Erfahrungen aus dem Alltag unserer Schule. Daraus soll und kann keine Allgemeing\u00fcltigkeit abgeleitet werden! Au\u00dferdem wird das praktizierte Verfahren keinesfalls als das Beste gesehen, sondern als ein m\u00f6glicher gangbarer Weg, der wie alle anderen erprobten\/in Erw\u00e4gung gezogenen seine Schw\u00e4chen hat. 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